Qu’est-ce qu’on dit? Indefinite hiatus?

Dienstag, 1. Juli 2008

i might be back. i might not.

in der Zwischenzeit bitte anhören:

Danke.


Kettcar, Weststadthalle in Essen

Freitag, 2. Mai 2008

Eine meiner größten Bedenken bei größeren Räumen (also, Hallen in denen man spielt, wenn das neue Album in die deutschen Top 5 der Albumcharts einsteigt) ist, dass man, wenn man nicht ganz früh da ist, oder sich ganz dreist durch hunderte von böse guckenden Menschen drängeln will, immer irgendwie hinten steht, und deswegen zwangsläufig mitbekommt, wie viele Menschen doch vor einem stehen (was nicht gut ist, wenn man Menschenmassen eher weniger erträgt), und außerdem das Gefühl bekommt, dass man näher an der Band drangewesen wäre, wenn man sich einfach eine Konzert-DVD angeguckt hätte.

Die Architekten der relativ neuen Weststadthalle in Essen scheinen sich einige Gedanken zu diesem Thema gemacht zu haben. Die einfache Abhilfe: die Bühne wurde nicht an die schmale Seite der Halle gebaut, sondern an die Längsseite. Was zur Folge hat, dass man, egal wo man steht, immer vorne bei der Band steht. Naja, vorne bei irgendeinem Bandmitglied. Denn diese verteilen sich natürlich gleichmäßig über die riesige Bühne. Da ich zwischen Marcus und Reimer stehe, habe ich diesbezüglich keine Beschwerden. Außerdem ist das Konzert zwar ausverkauft, aber dort wo ich stehe habe ich soviel Platz, dass sich keine nass geschwitzten Arme gegen die meinigen pressen. Die Rahmenbedingungen sind also schon mal perfekt.

(Kurzer Blick in die Datenbank): Das hier ist übrigens mein 18. Kettcar-Konzert. Was ich an ihren Konzerten bis jetzt am meisten schätzte war, dass man hemmungslos diese alles sagenden Textpassagen mitgrölen konnte. Das war eigentlich immer unterhaltsam (und manchmal äußert heilsam zugleich) genug für mich, da störte es mich eigentlich weniger, dass die Band meistens wenige Ansagen hatte, die sie in leichten Variationen auf der ganzen Tour wiederholten. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Band seit zwei Jahren nicht gesehen habe, aber irgendwie kommen sie mir verändert vor. Ich bilde mir ein, dass Marcus mehr redet als bei allen vorherigen 17 Konzerten zusammen. Natürlich ist die seltsame Architektur der Halle Ziel von einigen Scherzen (es endet damit, dass Reimer und Erik die Plätze tauschen, damit das Publikum an den entsprechenden Stellen auch mal ein anderes Bandmitglied zu sehen bekommen). Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich die Band mittlerweile damit abgefunden hat, dass auf ihren Konzerten immer eine etwas prollige Fußballstadionatmosphäre herrschen wird, und damit sogar spielt.

Nur beim letzten Zugabenlied, “Balu”, erläutert Marcus ausführlich, dass er seinem Publikum ja nichts vorschreiben will, aber dieses Lied wäre nie als Fußballlied geschrieben worden, und man könne “Wanne-Eickel” ja auch anders mitsingen als “Wonnneee-Oickellll”. Leider stößt dieser Appell auf taube Ohren, zumindest im Ruhrgebiet. Dafür kommt bei diesem Lied dann auch der hinter der riesigen Weststadthallenbühne installierte Sternenhimmel zum Einsatz, was irgendwie schön ist, aber auch zeigt, wohin es mit Kettcar kontinuierlich weitergehen wird: in Richtung Rockstadion.

The Indelicates, Amp in Münster

Mittwoch, 30. April 2008

Ein ständiges Diskussionsthema ist meine Weigerung, mit Musik von Bands anzuhören, die mir nicht sympathisch sind. Andere Menschen meinen, ich verpasse etwas, weil große Unsympathen auch große Künstler sein können, ich meine, dass es eh schon viel zu viel gute Musik gibt, also muss ich irgendwo anfangen auszusortieren.

Die Indelicates erschienen mir auf Bandfotos/Plattencovern eher unsympathisch zu sein. Eigentlich hatte ich die Band also schon abgehakt, stellte dann aber beim Rezensieren des Albums fest, dass es mir irgendwie doch gefällt. Liegt es daran, dass mich das Keyboard bei der Albumversion von “Our Daughters Will Never Be Free” irgendwie an Los Campesinos! erinnert? Wahrscheinlich. Manchmal bin ich schnell von etwas zu überzeugen…

Auf jeden Fall war der Wunsch da, meine Antipathie zu den Menschen in der Band schnellsten zu überwinden, und um meine erste Begegnung mit ihnen zu angenehm wie möglich zu gestalten, schwänzte ich das Konzert der Band in Köln, da dieses im Blue Shell stattfand, und der Club spätestens seit dem Get Cape. Wear Cape. Fly-Konzert sehr weit oben auf der Liste von Konzertveranstaltungsstätten (neudeutsch: Venues) steht, die ich nur noch im Ausnahmefall betreten werde. Stattdessen ging es an diesem vor einem Feiertag gelegenen Mittwoch in meinen Zweitlieblingsclub, das Amp in Münster.

Als das Konzert anfängt, ist die Erleichterung groß: Julia sieht zwar aus wie eine typische Engländerin (was nicht unbedingt ein Kompliment ist) und Simon passt auch nicht unbedingt in mein (tiny, skinny) Indieboy-Beuteschema1, aber ich mag die beiden sehr, und es macht großen Spaß, sie (und den Rest der Band) auf der Bühne zu beobachten. Eine weitere Überraschung ist rein musikalischer Natur: die Lieder werden deutlich härter gespielt als auf dem Album, und die fetten Rockgitarrenriffs üben (zumindest heute Abend) eine große Faszination auf mich aus. Vielleicht, weil da immer doch das Keyboard ist, um ein gewisses Gleichgewicht herzustellen. Genau so sollte Musik klingen…vielleicht bin ich etwas betrunken, aber ich bin mir da ziemlich sicher!

1Everything that follows is a footnote: Ja, es gibt Bands, deren Musik ich sehr schätze, und wo ich in keines der Bandmitglieder verliebt bin. Hierbei handelt es sich um eine!


The Black Box Revelation / Blood Red Shoes, Gebäude 9 in Köln

Dienstag, 29. April 2008

Nach all den “es wäre vielleicht ganz nett geworden, wenn ich doch eher da gewesen wäre und einen guten Platz bekommen hätte und die Menschen auf der Bühne hätte sehen können”-Erlebnissen in letzter Zeit komme ich heute nur unter der Bedingung mit, dass wir kurz nach Einlass da sind und uns einen Platz in der ersten Reihe sichern. Der Plan funktioniert soweit, hat allerdings zwei Schwachstellen: eine furchtbar belanglose Vorband namens The Black Box Revelation, und eine fast 40minütige Umbaupause, in der eigentlich nicht viel passiert, außer dass das Schlagzeug der Vorband abgebaut wird.

Bei allen anderen Bands hätte ich vermutet, dass sie Backstage erst mal ordentlich Drogen konsumieren müssen, aber bei den Blood Red Shoes? Vielleicht braucht Laura auch nur so lange, bis ihre Haare sitzen? Immerhin bleibt genügend Zeit, um darüber nachzudenken, warum in den vorderen Reihen hauptsächlich Leute stehen, die fast die Eltern der Band sein könnten.

Die Haare sitzen natürlich perfekt, als es die Blood Red Shoes dann endlich auf die Bühne schaffen, aber ich bin mir nicht sicher, ob da nicht doch andere Substanzen im Spiel waren (später geben sie immerhin zu, dass sie ganz schön betrunken sind).

Hinter mir steht eine Gruppe Lesben, und ich frage mich, ob sie heute Nacht alle an Laura denken werden, während sie was auch immer miteinander machen. Ich dagegen bin noch unentschlossen, ob ich Laura oder Steven attraktiver finde. Letzterer macht einige Pluspunkte, als er sich sein niedliches T-Shirt auszieht. Was mich wiederum daran erinnert, dass ich mal irgendwann vorhatte, einen Spin-Off von diesem Blog zu starten, wo ich nur die nackten Oberkörper von Männern auf und neben der Bühne bewerte. Das heute Abend ist eine 1-, mindestens, aus sexueller Sicht, aber natürlich auch aus musikalischer ;)

(Hallo Menschen, die ihr nach “nackte Haut” gegoogelt habt! Da ist er wieder, euer Lieblingsschmuddelblog!)

Girls In Hawaii, Lido in Berlin

Freitag, 25. April 2008

Auf gar nichts im Leben ist Verlass. Berlin war mir vor allem als Stadt bekannt, wo Konzerte sehr sehr spät anfangen. Als ich das letzte Mal im Lido war, stand die Hauptband um viertel nach zwölf auf der Bühne. An diesem Abend ist auf der Homepage zu lesen, dass um acht Uhr Einlass ist, und Beginn um Neun. Es soll eine Vorband geben. Meine Zeitplan ist also: zwanzig nach Neun am Ostbahnhof ankommen, viertel vor Zehn am Club sein, das Ende der Vorband / die Umbaupause mitbekommen.

Klingt gut, klappt aber leider nicht. Als wir ankommen haben Girls In Hawaii schon 4 Lieder gespielt. Nachher erfahren wir, dass die Vorband schon lange vor der offiziellen Anfangszeit begonnen hat. Außerdem war ich bis heute fest davon überzeugt, dass Girls In Hawaii eine unbekannte, belgische Indieband sind. Aus irgendeinem Grund ist das Konzert allerdings fast ausverkauft, und das Lido ist bestimmt kein kleiner Konzertveranstaltungsort. So macht das alles keinen Spaß!

Bei Girls In Hawaii sind scheinbar zwei Menschen für die Ansagen verantwortlich, einer spricht fließend deutsch, und einer spricht englisch und hat einen netten französischen Akzent. Ich freue mich jedes Mal, wenn letzterer redet und zähle die Tage, bis ich endlich wieder nach Belgien fahre. Keine sechs Wochen mehr! Sehr gut!

Get Cape. Wear Cape. Fly, Blue Shell in Köln

Montag, 21. April 2008

Wir kommen spät, und es ist bereits recht voll im Blue Shell. Da ich mich nicht durch die Menschen drängeln will, bleibt nur ein Platz hinten. Hinten bei den laut redenden Leuten. Immerhin zeigt Christoph etwas Autorität und bringt zwei von ihnen zum Schweigen. Von Sam kann ich nur die Haare sehen, also betrachte ich lieber die Plakate, die neben mir an der Wand hängen. Mein Liebling: “Planet Moon - Acoustic Groove Stories. Doppelheadlinershow mit Spielraum”. Platz Zwei: “Circus. Swedens Best Kept Rock Secret.”. Auch toll: “The Chuck Norris Experiment. Vorband: Mad Chapel (Köln).” Ein Klassiker dagegen: “Cowboys On Dope.”

Ach Sam. Wäre ich doch nur eine halbe Stunde früher gekommen! Thomas meint allerdings, dass die Menschenwand zwischen mir und ihm mal eine sinnvolle Barriere ist, weil ich mich ansonsten bestimmt nicht zurückhalten könnte, und ihm pausenlos die Haare durchwuscheln und ihm in die Backen zwicken würde. Vielleicht hat er Recht.

Ich warte die ganze Zeit darauf, dass “An Oak Tree” gespielt wird, aber es bleibt aus. Immerhin knutschen die Pärchen um mich rum NICHT zu “I Could Built You A Tower”, trotz der ach so romantischen Geigensamples. Immerhin etwas!


iLiKETRAiNS but i don’t like my connections. Köln – Aachen – Köln – Frankfurt – Köln – Aachen – Münster – Köln.

Mittwoch, 16. April 2008

15.04.2008

Schlaf in der vergangenen Nacht: ca. 4 Stunden und 30 Minuten

7:13 Uhr, Köln Hbf: Ich springe in dem Moment in den Thalys, als sich die automatisch schließenden Türen halb geschlossen haben und ernte den Applaus einiger Mitreisenden.

7:13 – 7:55, Thalys nach Paris: Drinnen angekommen erklären mir drei amerikanische Rucksacktouristen, wie man die Lehnen im Thalys wieder gerade rückt. Das ist nicht mein Tag heute.

7:55, Aachen Hbf: auf zur Arbeit!

16:23, Aachen Uniklinik: die Arbeit hält mich länger auf als geplant, ich verpasse meinen Bus zum Bahnhof um 3 Minuten und damit ist es laut reiseauskunft.bahn.de nicht möglich, dass ich es rechtzeitig zum iLiKETRAiNS-Konzert nach Frankfurt schaffe. Diese sollen nämlich laut Auskunft des Clubs bereits um 20 Uhr anfangen. Meine Laune ist schlecht. Dann fällt mir auf: warum soll ich, um einen Zug um 18:20 zu erwischen, bereits fast 40 Minuten vorher am Kölner Hbf sein? Schließlich hätte ich mit dem nächsten Zug von Aachen nach Köln immer noch 8 Minuten Umsteigezeit. Ich probiere es aus und verlasse mich auf eine nicht existierende Verbindung.

17:10, Aachen Hauptbahnhof: Der Zug fährt pünktlich ab. Puh!

17:10 – 18:12, RE9 nach Siegen: Die Schaffnerin guckt mich böse an, als ich ihr statt dem von ihr erwarteten Semesterticket meine Bahncard100 als Fahrausweis vorzeige. Grrrr.

18:12, Köln Hbf: Ich bin 4 Minuten vor meinem Anschlusszug am Gleis. Ha! Christina 1 : 0 reiseauskunft.bahn.de. Nur das Abendessen muss leider ausfallen.

cologne to frankfurt at 700 mph

18:20 – 18:55, ICE nach Frankfurt Hbf: Die Schaffnerin winkt mit einem “Ach, lassen sie stecken” ab, als sie eine schwarze Bahncard in meinem Portemonnaie blitzen sieht. Ich sollte mir dringend eine regelmäßig von ICEs befahrene Strecke zum Pendeln suchen. Abgesehen davon gibt es nichts besseres, als mit 300 Stundenkilometern an den deutlich langsamer fahrenden Autos auf der parallel verlaufenden Autobahn zu fahren. Und sich dabei auf dem Weg zu einem iLiKETRAiNS-Konzert zu befinden.

18:55 Montabaur ICE Bahnhof: Was habe ich mir dabei gedacht, diesen ICE freiwillig zu verlassen?? Aber die Vorteile des nicht alleine zum Konzert reisen müssen sollte man nicht unterschätzen. Außerdem geht es so direkt zum Club, und ich muss nicht mit 2 verschiedenen U-Bahnen durch eine mir fremde Stadt fahren.

Montabaur!

18:55 – 19:50, Auto von Christoph: Wir hören Nina Kinert und die Futureheads. Stau gibt es keinen. Ich stelle fest, dass Frankfurt-Hausen neben Frankfurt-Rödelheim liegt.

F-Hausen.

20:00, Frankfurt Hausen: Wir erreichen die Brotfabrik. Das Abendessen fällt immer noch aus.

20:15 – 21:15, Brotfabrik Frankfurt: j’AiMELESTRAiNS!! <3 <3 <3 (für eine ausführlichere Version der Konzertereignisse: mein Konzertbericht bei gaesteliste.de)

21:35, Frankfurt Industriehof: U-Bahnen? Umsteigen? Ach ich weiß nicht. Ich nehme das nächste Taxi, das vorbeifährt. Der Taxifahrer erweist sich als der netteste Taxifahrer aller Zeiten. Nach Köln wollen Sie? Da ist ja wenigstens was los, nicht so wie hier. Ich verzichte darauf ihm zu erzählen, dass ich gerade extra wegen einem Konzert nach Frankfurt gefahren bin. In einer Stunde sind Sie in Köln? Warum brauche ich dafür zwei? 300 Stundenkilometer-ICE, ich liebe dich!

21:50, Frankfurt Hbf: endlich Abendessen. Ich bemustere die seltsame Mischung aus Leuten, die abends mit ICEs nach Köln fährt. Irgendwie falle ich heraus. Wo ist nur mein Hosenanzug?


22:10 – 23:32, ICE nach Dortmund:
Verdammt, er braucht doch länger als eine Stunde. Mit Zwischenhalten in Limburg UND Montabaur UND Siegburg UND Köln/Bonn Flughafen fühle ich mich wie in einer S-Bahn. Ich will in mein Bett. Immerhin habe ich die glorreiche Idee, dass ich mich schon im ICE bettfertig machen könnte (also Zähne putzen usw.).

23:32, Köln-Deutz: Wer zum Teufel hat beschlossen, dass schnelle Züge neuerdings den Hauptbahnhof meiden? So muss ich mit der S-Bahn über den Rhein, von da aus mit der Straßenbahn weiter. Dabei hatte ich fest vor, vor Mitternacht im Bett zu liegen.

0:02, zu Hause: Da ich ja schon bettfertig bin, minimiere ich die Zeit zwischen Tür aufschließen und ins Bett fallen auf 30 Sekunden.

Love. Love. Love.

16.04.2008

Schlaf in der vergangenen Nacht: ca. 5 Stunden und 15 Minuten

7:14, Köln Hbf: ich verpasse den Thalys wegen vereister Oberleitungen der Kölner U-Bahnen. Und ich dachte die Kälte käme von meiner Übermüdung.

7:17 – 8:09, RE1 nach Aachen: müde.


8:25 – 16:55:
work work work

17:18, Aachen West: ich bekomme eine SMS, die besagt, dass ich ganz alleine nach Münster fahren muss. Ich bin kurz davor umzukehren, rede mir aber ein, dass ich eigentlich schon im Zug Richtung Münster sitze, und nicht mehr zurück kann.

17:19 – 18:08, RE4 nach Dortmund: ich sitze im Zug Richtung Münster. Oder zunächst erst mal nach Mönchengladbach.

Mönchengladbach


18:15, Mönchengladbach Hbf:
Nach Münster?, fragt mich eine Frau mit vielen Koffern in gebrochenem Deutsch. Ich nicke.

18:20 – 20:21, RE6 nach Münster: Die Frau mit den vielen Koffern und ich fahren von der ersten bis zur letzten Haltestelle. Ich mache dabei: gar nichts. Nichts lesen, keine Musik, selbst die Landschaft vor dem Fenster nehme ich kaum wahr. Schlaf? Lieber noch ein PocketCoffee.


20:23, Münster Hbf:
Ich habe mich richtig entschieden für die Fahrt mit zwei Regionalzügen. Meine Alternativverbindung nach Münster hätte einen EC beinhaltet, der 35 Minuten Verspätung hat. Abendessen? Kein Hunger. Lieber gleich ins Gleis.

20:30 – 22:15: we play a waiting game.

22:15 – 23:26: j’AiMELESTRAiNS. <3

23:27: Rennen. Zum Hauptbahnhof. Mein Zug fährt um 23:35.

23:33, Münster Hbf: Gut zu wissen. Man schafft die Strecke Gleis 22 – Hauptbahnhof zur Not in 6 ½ Minuten.

23:35 – 0:39, Der Lünener nach Dortmund: Es gibt wenige Züge, mit denen ich ungern fahre. Das hier ist einer davon. Ich nenne ihn den Geisterzug. Ab und zu bleibt er längere Zeit auf der Strecke stehen, oder an Bahnhöfen, und ich kann nie einschätzen, ob das fahrplanmäßig ist oder nicht. Schließlich habe ich nur etwas mehr als 10 Minuten zum Umsteigen in Dortmund. Außerdem sind sämtliche Bahnhöfe auf der Strecke (und das sind eine Menge!) schlecht beleuchtet und ohne Uhren oder Anzeigetafeln. Leute steigen hier eigentlich auch niemals ein- und aus, und von Münster nach Dortmund fahren um die Uhrzeit nicht gerade viele Menschen. Gruselig, wirklich. Meine anfängliche Nach-Konzert-Euphorie ist nach einiger Zeit verflogen und es bleiben zwei Worte in meinem Kopf. Müde. Kalt.

0:44, Dortmund Hbf: Verspätung! Die erste seit längerer Zeit! Fast genieße ich es. So habe ich wenigstens Zeit um mir etwas zu essen zu besorgen. Da der Kauf eines Fischbrötchens an Kommunikationsproblemen mit dem offensichtlich mit dem Wort Seelachs überforderten Verkäufer scheitert, besteht mein Abendessen aus Müsliriegeln und Chips aus dem Automaten. Kein Schlaf, schlechte Ernährung. Es geht bergab mit mir. Habe ich erwähnt, dass es verdammt kalt ist?


0:56 – 2:16, ICE nach Köln/Bonn-Flughafen:
Ich benutze zum ersten Mal die Steckdosen im ICE. Um diesen Bericht zu schreiben. Irgendwie bin ich auch gar nicht mehr müde. Mmmh.

Schlaf in der kommenden Nacht: 3 Stunden

9 Stunden und 46 Minuten in Zügen.
2 Stunden und 9 Minuten iLiKETRAiNS.
mmmh.


peters. / Delbo, Kulturbunker in Köln

Montag, 14. April 2008

…kommt noch!


Malcolm Middleton, Rosis in Berlin

Freitag, 11. April 2008

Malcolm Middleton


Norman Palm / Cats and Cats and Cats, Schokoladen in Berlin

Donnerstag, 10. April 2008

Cats³

Cats³


Foals, Visions Party@Werkstatt in Köln

Samstag, 5. April 2008

Foals

…bring on the backlash.


This Will Destroy You, MTC in Köln

Freitag, 4. April 2008

…kommt noch!


Futureheads, Gebäude 9 in Köln

Mittwoch, 2. April 2008

…kommt noch!


Polarkreis 18, Konzerthaus in Dortmund

Samstag, 29. März 2008

…kommt noch!


Sulivan / The Wombats, Den Atelier in Luxembourg

Freitag, 28. März 2008
Während mir Luxemburg noch aus meiner Kindheit von zahlreichen Besuchen an Tankstellen bekannt war, fällt das Land seit einiger Zeit durch etwas ganz anderes auf: Konzerte. Nahezu alle meine Lieblingsbands machen mittlerweile auf ihrer Europatour einen Zwischenstopp in dem winzigen Land, und noch nie habe ich es geschafft, eines dieser Konzerte zu besuchen. Das ärgert mich so sehr (schließlich liegt es nicht wirklich weit von zu Hause entfernt), dass ich die nächst beste Gelegenheit für ein Luxemburgkonzert ergreife, ohne lange darüber nachzudenken. Vor allem nicht darüber, dass mir die auftretende Band ziemlich egal ist. Aber Thomas und Christoph wollen die Wombats endlich einmal live sehen, und das Kölner Konzert überschneidet sich mit dem Auftritt von Polarkreis 18 im Dortmunder Konzerthaus, und so beschließen die beiden kurzerhand, sich die Wombats in Luxemburg anzugucken. Ich fahre mit, des auf einem Konzert in Luxemburg seins wegen.

Natürlich informiere ich mich bei wikipedia ausgiebig über das Land (die Tankstellenbesuche liegen schließlich schon lange zurück). Ich weiß gar nicht, wie ich jemals glauben konnte, dass die Sprachsituation in Belgien kompliziert ist – Luxemburg ist in dieser Hinsicht auf jeden Fall schlimmer. Bei wikipedia klingt es allerdings so, als würden die meisten Einwohner Deutsch sprechen/verstehen, und als wären hauptsächlich die Gesetzestexte auf Französisch verfasst. Außerdem scheint die Landessprache Lëtzebuergesch eine wichtige Rolle zu spielen. Beruhigt setze ich mich ins Auto…im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in Brüssel muss ich mir heute also keine Gedanken über eventuell bevorstehenden Konversationen in der bösen (weil unlernbaren) Sprache machen.

Sobald wir die Grenze überquert haben, bekomme ich Lust wikipedia wegen seelischer Grausamkeit zu verklagen. Alle Straßen- und Hinweisschilder: Französisch. Die Karte in Restaurant: Französisch. Alle Leute um uns herum sprechen: Französisch. Hallo? Dreisprachigkeit? Deutsch? Lëtzebuergesch? Wo seid ihr?

Ich beruhige mich erst wieder, als wir den Club betreten, in dem das Wombats-Konzert stattfinden wird. Gefühlte 500 der 800 Besucher sind Engländer. Sehr gut. Zu meinen Lieblingskonzertbesuchern gehören zum einen eine Gruppe einheitlich in ManU-Trikots bekleideter junger Männer (Gary Neville! Yay!) und zum anderen sechs Jungs mit Indiewuschelhaaren, die nicht älter als 11 Jahre sein können und alle das gleiche Wombats-T-Shirt tragen. Das ist der süßeste was ich je gesehen habe! Kann ich einen davon mitnehmen, bitte?

Die lokale Vorband redet mit ihrem Publikum auf Englisch, was mich sprachentechnisch noch weiter verwirrt. Oder haben sie mitbekommen, wie viele Engländer heute hier sind und passen sich an?

Kurz bevor die Wombats spielen überträgt sich die Aufregung der kleinen Jungen, die ganz in unserer Nähe stehen, auch auf mich. Der Club ist so aufgebaut, dass zwischen einer langen Wand und dem Publikum eine Absperrung ist, die quasi als Durchgang vom Backstagebereich zur Bühne dient. Ich stehe direkt an dieser Absperrung, die sich als sehr praktisch erweist, schließlich hat man nur auf einer Seite Menschen neben sich stehen, kommt aber trotzdem nicht auf die stimmungshemmende Idee, sich an eine Wand zu lehnen. Neben mir stehen die kleinen Indiejungs und gemeinsam sehen wir, wie sich die Wombats im Backstagebereich zu ihrer Einlaufmusik warmtanzen. Dann läuft die Band an uns vorbei, die Indiejungs klatschen sie ab und bekommen danach fast einen hysterischen Anfall. Dann beginnt das Konzert.

Leider geht es nicht so toll weiter. Irgendwie habe ich das Gefühl, die Wombats nicht zu verstehen. Klar, sie haben 4-5 nette Indiediskohits, während denen die Leute auch wirklich durchdrehen. Aber dazwischen gibt es meiner Meinung nach auch viele Längen. Während ich es bei Arctic Monkeys Konzerten früher sehr zu schätzen wusste, dass sie ohne Pause in einer dreiviertel Stunde ihre Lieder hinrotzten und dann einfach von der Bühne verschwanden, habe ich jetzt das Gefühl, dass die Band immer ewig braucht bis sie sich dazu durchringt, weiterzuspielen. Es gibt Ansagen von denen ich kein Wort verstehe, dann wird eine Gitarre angeschrammt, dann vielleicht noch mal genuschelt, dann vielleicht endlich ein Lied. So streckt die Band ein Konzert, das nicht länger als 45 Minuten hätte dauern dürfen auf über 60 Minuten. Unglaublich. Und dann sind natürlich nicht alle Lieder so stark wie z.B. “Moving To New York”.

Egal. Den Indiewuscheljungs (die wir nach dem Konzert noch einmal wieder sehen, mit erwachsener Begleitperson!) gefällt es, die ManU Fans laufen vor uns zurück durch den strömenden Regen und grölen “Glory Glory Man United” (endlich mal ein Lied mit sinnvollem Text!) und ich bin froh, endlich mal in Luxemburg ein Konzert besucht zu haben. Das war bestimmt nicht das letzte Mal.

Dartz!, Magnet in Berlin

Donnerstag, 20. März 2008

I prefer cold holidays because I don’t like the heat / There’s a beach somewhere with its tired façade / As we’re running around in the streets“, heißt es in einem Dartz!-Lied, und später: “I like capital cities / They’ve got a charm I don’t understand / I’m disappointed with the season / I’m disappointed with the sand“.

Was gibt es also Naheliegenderes, als seinen ersten Urlaubstag damit zu verbringen, durch eine eiskalte Hauptstadt zu rennen und ein Dartz!-Konzert zu besuchen? Nichts, meiner Meinung nach. Auch wenn es einige geographisch gesehen nähere Dartz!-Konzerte in dieser Woche gegeben hätte…

Über das Magnet, wo das Konzert stattfinden soll, habe ich schon so viel Schlechtes gehört, dass ich es kaum erwarten kann, hier endlich auch mal ein Konzert zu besuchen, um mitreden zu können. Über das Publikum zumindest lässt sich nichts Negatives sagen, es ist nämlich einfach nicht da. Die Handvoll Leute, die sich hierhin verirrt hat (ich habe Karte Nummer 003!), ist offensichtlich wegen der Band hier.

Die Vorband Dogs On Catwalk klingt nach Coca Cola-Bandwettbewerb, und ich halte es nicht länger als 30 Sekunden mit ihnen in einem Raum aus. Irgendwie gibt es da Synthieklänge ohne sichtbare Keyboards und einen Lederhandschuhe tragenden Sänger. Gruselig!

Um 10 Uhr ist dieser Teil zumindest überstanden, aber aus sicherer Quelle wissen wir, dass Dartz! bereits um 11 die Bühne verlassen müssen. Es bleibt also genau eine Stunde für Umbau (inklusive Ab- und Aufbau eines Schlagzeugs), Soundcheck und das Konzert an sich. Außerdem ist die Band wohl erst kurz vorher in Berlin angekommen, nachdem sie für die Fahrt von Amsterdam hierher 11 Stunden benötigt haben. Denkbar schlechte Voraussetzungen also, und dafür ist das Konzert wirklich gut.

Ich stelle fest, dass die dominanten Drummer immer mehr Überhand gewinnen. Dieser hier hat nicht nur vorne auf der Bühne in der Mitte sein Schlagzeug aufgebaut, sondern übernimmt auch noch die meisten Ansagen (in denen er mehrmals erwähnt, wie müde er ist, dabei aber trotzdem aber wie ein hyperaktives Kind wirkt….ich bin mir nicht sicher, ob ich ihm im ausgeschlafenen Zustand begegnen will!) und Teile des Gesangs.

Es gibt einige neue Lieder zu hören, und das Konzert endet ausgerechnet mit meinem Hass-Lied von der Platte, “Prego Triangolos”. Live ist es aber gar nicht so schlecht, und als Dartz! doch noch einmal zu zwei Zugaben hinauskommen (”we didn’t expect that” die Ansage der wohl etwas mit sich unzufriedenen Band) bin ich endgültig wieder versöhnt.

Ich weiß es ja immer zu schätzen, wenn Bands aus eher unguten Umständen und trotz Müdigkeit noch ein tolles Konzert entstehen lassen, werde aber das Gefühl nicht los, dass es vielleicht ohne 11stündige Autofahrt und dankbarerem Nicht-Hauptstadtpublikum noch besser sein hätte sein können…

The Candy Twins / WinterKids, Bang Bang Club in Berlin

Mittwoch, 19. März 2008

Wieder einmal bin ich in Berlin, und wieder einmal frage ich mich, ob es hier wohl keine Menschen gibt, die am nächsten Morgen um 8 Uhr auf der Arbeit sein müssen. Denn obwohl als Zeit auf der Bang Bang Club – Seite 21 Uhr steht, spielt die Vorband erst zu einer Zeit, zu der ich per SMS schon über das Ende des Editors-Konzerts in Leipzig unterrichtet werde. Da ich am nächsten Tag Urlaub habe, stört mich der späte Beginn heute nicht ganz so sehr, irritierend sind dafür ganz andere Dinge. Zum Beispiel hat die Vorband The Candy Twins (19 gehörte Lieder bei last.fm, falls das irgendein Maßstab in der heutigen Zeit ist) einen professionellen Messeaufsteller, der für ihre bei iTunes erhältliche Debütsingle wirbt. Die Musik ist leider nicht besonders spannend, und so verlassen wir den Bang Bang Club, um zu Abend zu essen.

In die WinterKids haben wir danach größere Hoffnungen, die allerdings gleich zerstört werden, sobald wir den Sänger der Band sehen. Unabhängig voneinander haben Katie und ich Panic! At The Disco-Assoziationen, die so gar nicht zu der eigentlich ganz guten Gitarrenindiepopmusik der Band passen wollen. Leider leidet der Auftritt sehr an seinen unerträglichen Moves (ja, das waren keine Bewegungen, das waren Moves, auch wenn ich Anglizismen nicht mag!). Die Stimmung ist am Anfang eher verhalten, besonders voll ist es im Club sowieso nicht, aber irgendwann tanzen sich einige kleine Mädchen (+Robert Stadlober) ziemlich in Rage und ich komme mir – mal wieder – alt vor. Oder ich verstehe irgendwas Entscheidendes nicht. Das auf der Bühne Dargebotene ist einfach so unglaublich mittelmäßig…warum zum Teufel drehen diese Menschen um mich herum plötzlich durch???

Zum Glück haben wir für dieses Konzert wenigstens keinen Eintritt gezahlt, da ich am Mittag noch Karten bei einem Intro-Gewinnspiel gewonnen hatte. Vielen Dank dafür!

Das einzige Erinnerungswürdige an diesem Abend ist sicherlich der ungewöhnlich nette Türsteher, der irgendwie einen Narren an uns gefressen hat…

Operator Please, Studio 672 in Köln

Dienstag, 18. März 2008

Eigentlich will ich gar nicht hier sein. Mit dem Studio 672 verbinde ich eher ungute Erlebnisse (mit fällt heute zum ersten Mal auf, wie schön es hier eigentlich ist, so voller Sitzgelegenheiten und Säulen und Versteckmöglichkeiten…warum habe ich sie beim letzten Mal nicht bemerkt, als sie sie so dringend benötigt hätte?) und die Platte von Operator Please mag ich zwar eigentlich, aber…sie sind so schrecklich jung. Dabei habe ich meine letzte altersbedingte Krise doch gerade erst überwunden!

Die Vorband Herrenmagazin (habe ich nicht neulich schon prophezeit, dass sie uns dieses Jahr verfolgen werden?) verpassen wir geschickt. Meine Laune steigt etwas, als ich auf der Bühne einen Menschen mit Saint Etienne T-Shirt sehe, aber beim genaueren Hingucken ist klar, dass er auf keinen Fall in der Band spielen kann. Er ist mindestens schon Mitte 20. Mindestens.

Eigentlich ist klar, dass Operator Please nicht selbst aufbauen dürfen (sonst gäbe es wahrscheinlich Probleme mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz). Das Konzert ist im übrigen auch ziemlich kurz, und Zugaben gibt es auch keine. Aber die geschätzten 45 Minuten, die sie spielen, sind auf jeden Fall recht kurzweilig. Sängerin Amandah (19) ist eine super Frontfrau, auch wenn wir nachher mutmaßen, dass sie ziemlich tyrannisch sein kann. Schlagzeuger Tim (17) sieht aus wie frisch aus dem High School Musical entsprungen, Geigerin Taylor (16) kann musikalisch offensichtlich einiges und hat dabei Spaß. Bassist Ashley (18) ist eigentlich viel zu cool für diese Band, und das Zweifingersuchsystem von Keyboarderin Sarah (18) macht mir große Hoffnung, dass ich doch noch irgendwann berühmt werden kann!

Am lustigsten sind aber die lautschriftlich aufgeschriebenen Ansagen, die Amandah ab und zu macht. Sowas habe ich bis jetzt nur bei Muse gesehen! Sehr professionell, diese Kinder…


Menomena, Botanique in Brüssel

Freitag, 14. März 2008

menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena
mm01
menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena
menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena
mm02
menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena
menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena
mm03
menomenamenomenamenomenamenomen
amenomenamenomenamenomenamenome
namenomenamenomenamenomenamenom
enamenomenamenomenamenomenameno
menamenomenamenomenamenomenamen
omenamenomenamenomenamenomename
nomenamenomenamenomenamenomenam
enomenamenomenamenomenamenomena


Eight Legs, Werkstatt in Köln

Samstag, 8. März 2008

Seit einiger Zeit fühle ich mich alt – sehr alt. Die meisten Menschen bekommen Panikattacken, wenn der 30. Geburtstag ansteht. Bei mir reicht der Gedanke aus, bald 27 zu werden. 27, das klingt irgendwie schrecklich erwachsen. Nach Verantwortung. Sowas. Inwiefern es bei meinen Panikattacken eine Rolle spielt, dass scheinbar auch die Menschen in Bands, die ich toll finde, immer jünger werden, ist schwer zu entscheiden. So wie ich mich kenne ist das der Hauptgrund. Egal.

Ein Eight Legs Konzert ist auf jeden Fall nicht der richtige Ort, um sich von seiner ersten Midlife-Crises zu erholen. Die Band ist jung, das Publikum ist jünger, die Hosen sind eng. Irgendwie kann ich mit dieser ganzen rotzig-britischen Einstellung gerade gar nichts anfangen. So bleibt eigentlich das einzige Positive an diesem Abend, dass ich endlich mal die Werkstatt von innen gesehen habe. Für zukünftige Konzerte könnte es von entscheidender Wichtigkeit sein, dass man sich hier mit Strongbow betrinken kann. An diesem Abend jedoch ist selbst das nicht hilfreich…